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#1 Anton Fichtlmeier - Kommunizieren statt dressieren von Corry 21.06.2013 17:30

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Artikel aus der VKZ vom 20.06.2013

bereits zum drittenmal ist es der Hundeschule Riba gelungen, Anton Fichtlmeier, Hundetrainer und Sachverständiger aus Bayern, nach Vaihingen/ Enz zu holen.
In humorvoller Art erläuterte er am Dienstagabend vor über 100 Hundefans das Thema " das Kontakthalten des Hundes fördern".
Anhand von Video- und Praxisbeispielen gab er wertvolle Tipps und Hilfestellungen, wie jeder Hundebesitzer die Kontaktaufnahme seines Hundes fördern und sich interessanter machen kann.
Sein Motto für die Hundeerziehung lautet:" kommunizieren statt dressieren ". Ziel ist die vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Mensch und Hund.
Statt Kommandos wird mit dem Hund eindeutig und verständlich über die Binärsprache Ja/Nein und über Körpergesten kommuniziert.
Anton Fichtlmeier: " es ist wichtig den Hund als Hund wahrzunehmen, ihn in seiner Andersartigkeit zu akzeptieren, die Entwicklung seines Potenzials und seine Fähigkeiten zu respektieren sowie das Wissen um seine Grenzen.
Dies alles gehört dazu, wie die gemeinsame Sprache für die gelungene Kommunikation.
Sie müssen diesen Weg nicht gehen, Sie können ihn jedoch ausprobieren. Denn bei diesem Weg ist sicher: er führt zum Ziel, zum gegenseitigen Vertrauen, der mit jedem Schritt und jeder Erfahrung tiefer und größer wird.


Es gab wieder viel zu erlernen und zu erfahren, obwohl ich diesen Vortrag schon mehrfach gehört habe. Immer wieder kommt Neues , das einem in der Fülle entgangen war.
Die Methode ist einfach nur schön, man braucht ein wenig Zeit um das zu erkennen. Einzig die Hunde verstehen augenblicklich was gemeint ist, das ist unglaublich toll zu sehen.

#2 RE: Kommunizieren statt dressieren von J4N3M3 24.06.2013 15:59

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Hört sich sehr gut an. Ich bin sehr gespannt auf meine eigenen ersten Erfahrungen mit Fichtlmeier-Trainern Von seinen Büchern her kann ich die Verteufelung seiner Methode nicht verstehen. Ich sehe da keine Gewalteinwendung.

#3 RE: Kommunizieren statt dressieren von gabby 24.06.2013 21:46

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Zitat von Corry
Artikel aus der VKZ vom 20.06.2013

Sein Motto für die Hundeerziehung lautet:" kommunizieren statt dressieren ". Ziel ist die vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Mensch und Hund.
Statt Kommandos wird mit dem Hund eindeutig und verständlich über die Binärsprache Ja/Nein und über Körpergesten kommuniziert.
Anton Fichtlmeier: " es ist wichtig den Hund als Hund wahrzunehmen, ihn in seiner Andersartigkeit zu akzeptieren, die Entwicklung seines Potenzials und seine Fähigkeiten zu respektieren sowie das Wissen um seine Grenzen.
Dies alles gehört dazu, wie die gemeinsame Sprache für die gelungene Kommunikation.



Ich habe schon viel von ihm gehört,
bin aber sehr selten in Sachen Hundetrainer, Vorträgen etc. unterwegs.
Im Grunde genommen, ist es beim Hund nicht anders als beim Pferd, oder jedem anderen Lebenwesen. Ich bin auch von meinem Umgamg seit vielen Jahren mit Hund, Pferd und Schaaf stets auf Kommunikation und nicht auf "Dressur" aus...man kann die Sprache der Tiere erlernen und viele Dinge aus menschlicher Sicht viel einfacherer gestalten... was das Zusammenleben Mensch-Tier einfach nur angenehm macht.

Über das Thema Hundeschulen wurde schon ausgiebig diskutiert, ich frage mich oft immer noch, wenn ich manche Hunde mit ihren Besitzern treffe: was lernen die eigentlich da???
Beim Reiten ist es mir nicht anders ergangen...den "richtigen" Trainer zu finden, der auf mich als Reiter und auf mein Pferd sich gefühlvoll einstellen kann----das war ein langer Weg..auch hier wollen viele Trainer mit der "Brechstange" ans Werk gehen...wenn irgendwann die Pferde etwas mehr "sportlich" mit mir unterwegs waren, mußte ich schon auf einen Trainer zurückgreifen...
und heute noch denke ich, daß jedes Tier, was mit dem Mensch eine Beziehung hat, Hund oder Katze im besonderen Maß-da sie in der Regel mit dem Menschen "zusammenleben",
auch "Tier" bleiben sollte und darf!...die richtige Mischung, das Zusammenleben und die Mensch-Tier-Beziehung in harmonischen Bahnen zu gestalten,
empfinde ich als äußerst wichtig.
Beispielsweise wurden in meinem Stall die Turnierpferde nur noch selten auf die Wiesen gebracht, am besten noch in Einzelhaltung--damit bloß nichts paasiert und das Turnier am WE auch geritten werden kann. Meine Pferde waren immer draussen, ich hatte immer Ganzjahreswiesen und Pferdekumpels durften mit zu ihnen. Grad so ein Pferdchen, was in der Box gehalten wird.....dann noch Einzelhaltung.....ach weh...heutzutage ist es nicht anders...schade das ist. Jedenfalls bei uns im Raum...

Denn ich habe all die Jahre die Erfahrung gemacht: habe ich glückliche Tiere an meiner Seite--verstehe ich meine Tiere--meine Tiere verstehen mich....dann klappt auch alles Andere viel besser
Nur,
manches Mal empfinde ich, daß der Tierhalter sich zu wenig mit dem "Tier" überhaupt auseinandersetzt...bei der kleinsten Gefahrenlage oder Unstimmigkeit wird direkt der Schrei nach einem Hundetrainer getätigt. Lieber einen Anderen walten lassen, der muß ja die Ahnung haben...
Sicherlich gibt es Situationen, wo man als Tierhalter nicht weiter weiß und dann ist eine kompetente Beratung bestimmt effektiv,
aber oft denke ich ganz persönlich, dass viele Tierhalter die Verantwortung und das Auseinandersetzen lieber sofort "abgeben"...
und ob das immer in der eigentlichen persönlichen Kommunikation hilfreich ist ..

#4 RE: Kommunizieren statt dressieren von Gabi mit i 24.06.2013 22:06

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Zitat von gabby

aber oft denke ich ganz persönlich, dass viele Tierhalter die Verantwortung und das Auseinandersetzen lieber sofort "abgeben"...
und ob das immer in der eigentlichen persönlichen Kommunikation hilfreich ist ..



Das zeigt ganz einfach, dass die Menschen zu faul sind, sich mit ihrer Beziehung zum Tier Mühe zu geben und fordern vom Hundetrainer o.ä. ein "fertiges" Tier hingestellt zu bekommen; sie bezahlen ja schließlich viel Geld dafür... Solche Tiere tun mir unendlich Leid!

#5 RE: Kommunizieren statt dressieren von J4N3M3 25.06.2013 11:48

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Ich habe heute Abend ein Treffen mit einem Trainer, den mir Corry empfohlen hat. Ich bin totaler Hundeneuling und brauch echt jemanden an der Hand. Viele Dinge habe ich schon gelernt, aber bei meinen beiden größten Problemen brauche immer noch Hilfe, weil ich einfach keinen Zugang finde und auch immer die Angst habe, zuviel falsch zu machen. Mein Hund muss keine Kunststückchen können oder perfekt folgen. Aber ich merke schon, dass mein Vertrauen zu Molly leidet, wenn sie sich bestimmte Sachen leistet, z.B. hat sie einige Wochen vor der OP auf der Hundewiese gespielt. Kam ein Herrchen mit 4 Monate altem Airdale-Terrier, der unangeleint war, und die ganze Meute stürmte los, Molly natürlich mit, und während sich alle anderen zurückrufen ließen, stürmte sie weiter und hinter dem Jüngling her bis über die Straße. Klar, der hätte angeleint sein müssen. Klar, alle anderen sind zuerst logestürmt, aber Molly ist die "Böse". Seit diesem Vorfall ist mein Vertrauen extrem in die Hose gegangen. Das hätte so viel schlimmer kommen können, Auto hätte kommen können usw. Da hab ich mir gesagt, jetzt reichts. *seufz* Ich bin auf heute Abend sehr gespannt. Ich erwarte keine Wunder und keine Sofortlösung. Aber ein Ansatzpunkt wäre schön. Eine Möglichkeit zu finden, Molly aus ihrem Hyperfocus auf andere Hunde herauszuholen, so dass sie ansprechbar ist.

#6 RE: Kommunizieren statt dressieren von Corry 25.06.2013 12:36

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Super, bin echt gespannt wie Dir der Michael gefällt , ich mag ihn sehr. Grüße ihn ganz herzlich von mir wenn Du magst.
Bleib dran, auch wenn man am Anfang oftmals Bahnhof versteht, es lohnt sich wirklich. Molly wird es Dir danken.

#7 RE: Kommunizieren statt dressieren von J4N3M3 25.06.2013 21:35

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Hab vergessen, zu grüßen, werde das aber nachholen. Danke, Corry. Deine Empfehlung war das beste was mir und Molly passieren konnte. Ich habe noch keinen Trainer erlebt, der so relaxt und ruhig arbeitet. Ich kenne aus der Hundeschule und von anderen Trainern immer nur laute Stimmen bei bestimmten Situationen und konfrontales Durchgreifen. Bei Michael war es ganz anders. Die Leine flog insgesamt zweimal. Einmal, als sie uns ignorierte. Einmal, als Michael seinen Hund Wolle dazuholte und Molly dann meinte, ihn angehen zu müssen. Sie hat extrem schnell kapiert, was er und letzten Endes ich von ihr wollte. Ich habe gesehen, wo meine Fehler liegen. Ich habe gelernt, wie ich es richtig mache, kurzum ich habe in einer Stunde mehr gelernt als in den letzten 6 Monaten. Und das schönste ist, dass ich das Gefühl habe, mit dem Gelernten kann ich arbeiten. Molly ist jetzt völlig geschafft. Sie hat heute gelernt, dass Frauchen etwas meint, wenn sie es sagt. Sie hat sehen, dass ICH die Dinge regeln will und sie hat mich sogar gelassen. Ich habe gelernt, wie ich es ihr klar machen kann ohne rumzuschreien oder sie hin und her zu zerren. Und vor allem, dabei gelassen zu bleiben und mit meinem Körper zu arbeiten. *guckt stolz* Nochmals, Danke Corry

#8 RE: Kommunizieren statt dressieren von Gabi mit i 25.06.2013 22:16

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Das war ja dann mal ein voller Erfolg für Euch beide, Gratulation! Schön, dass Du nicht aufgegeben hast und dass Dir jetzt kompetente Hilfe zur Seite steht!! Dann kann es ja nur noch aufwärts gehen...

#9 RE: Kommunizieren statt dressieren von Corry 25.06.2013 23:36

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Freue mich sehr für Molly und Dich.
Ich bin so pingelig mit meinen Hunden, ich würde nichts empfehlen von dem ich nicht wirklich zu 100% überzeugt
wäre.

#10 RE: Kommunizieren statt dressieren von gabby 26.06.2013 00:08

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Das liest sich doch wirklich SUPER-KLASSE
Freut mich wirklich, denn einen guten Trainer zu finden ist schwierig--aber nicht umöglich--- an unsere Corry
@corry:
ische binne auch ne Pingel, an de Tiersche

#11 RE: Kommunizieren statt dressieren von Corry 26.06.2013 11:05

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Das war schon mit unseren Pferden so, keiner durfte da ran, nur mein Mann oder ich. D.h. Dann aber auch, es gab nie Urlaub. Auch das war kein Problem, wir sind stattdessen ja auf Turniere gefahren, Deutschland, Schweiz Österreich, Frankreich. das war echt klasse und wir haben nichts vermisst. Vielleicht unser Sohn damals, der musste ja meist mit.
Er hat sich dann auch obwohl mit viel Talent gesegnet, gegen eine Reitkarriere entschieden .
Mit den Hunden halten wir es sehr ähnlich, entweder sie können mit oder wir lassen das Geplante sausen. Wir haben auch nicht den Wunsch uns in den Flieger zu setzen um die Welt zu sehen.
Aber auch da gilt: Jeder nach seiner Fasson.

#12 RE: Kommunizieren statt dressieren von J4N3M3 26.06.2013 12:38

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gleich das Gelernte von gestern heute in der MIttagspause umgesetzt.

Nicht nur, dass sie beim Bleib 3 auf ihrer Decke blieb, nein, sie hat sich sogar abgelegt. Das ganze dann an verschiedenen Stellen wiederholt plus ohne Leine laufen, ich bin absolut begeistert. Anderen Hunden begegnet, wo sie normalerweise schon beim ersten Sehen in der Ferne in der Leine hing. Decke auf die Wiese, Molly drauf, sie blieb relaxt sitzen. Schaute zwar, ließ die Hunde aber vorbeigehen ohne Terror zu machen.



Tante Edit: ich sollte dazu sagen, dass Molly sich draußen sonst NIE abgelegt hat. Sitz war das höchste der Gefühle. Jetzt lag sie heute jedes Mal. Ich fass es nicht.

#13 RE: Kommunizieren statt dressieren von Ilvy 26.06.2013 14:20

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Super !!!!!! Es ist toll, wenn man sieht, das es klappt.

#14 RE: Kommunizieren statt dressieren von Frederika 26.06.2013 18:46

Ich gratuliere und freue mich total,dass es so gut klappt bei euch!

#15 RE: Kommunizieren statt dressieren von gabby 26.06.2013 20:03

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Zitat von Corry
wir haben nichts vermisst. Vielleicht unser Sohn damals, der musste ja meist mit.
Er hat sich dann auch obwohl mit viel Talent gesegnet, gegen eine Reitkarriere entschieden .



Corry, das habe ich mich auch später gefragt, denn auch unser Sohn mußte immer mit zu Turnieren
Ich habe ihn jedoch bewußt nicht an den Reitsport herangeführt....zum Glück ging seit dem 6.Lebensjahr sein Interesse in Richtung Mannschaftsport mit Sturm auf einen Ball

Aber, so wie Jeder mag

Fliegen würde ich mit Bonita auch nicht mehr freiwillig,
wir fahren mit dem Auto oder sie bleibt bei meinen Freunden


TOLL[/size] [size=200]MOLLY
da habt ihr ja einen riesigen Erfolg...klasse

#16 RE: Kommunizieren statt dressieren von Corry 26.06.2013 20:11

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Viel Freude beim Training mit Molly. " Der Weg ist das Ziel". Es bleibt nichts von alleine, ein tägliches Geben und Nehmen garantiert eine vertrauensvolle Bindung von Hund und Mensch.

#17 RE: Kommunizieren statt dressieren von J4N3M3 29.06.2013 13:15

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war heute in Michael's Gruppenstunde und muss sagen, dass ich begeistert bin. Von anderen Hundeschulen kenne ich es immer anders. Er hat sich für jeden einzelnen Zeit genommen aber immer so erklärt, dass alle davon etwas mitnehmen konnten. Molly hat sich von ihrer besten Seite gezeigt, blieb im Bleib 3 sitzen auch als andere Hunde ganz knapp an ihr vorbei gelaufen sind. Es war richtig toll.

#18 RE: Kommunizieren statt dressieren von Corry 29.06.2013 13:28

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Juhu, ich freue mich wirklichnr Euch.
War auch in der Hundeschule am Donnerstag, 12 Hunde auf engstem Raum, alle standen auf einem sehr schmalen Waldweg. Einige Hunde waren im Bleib drei, einige Bleib eins, andere durften dazwischen apportieren, einige Besitzer liefen außer Sicht der Hunde die im Bleib drei lagen. Andere nahmen dann diese Hunde und lösten den Platz auf und brachten sie an eine andere Stelle. Das ist alles in so ein Ruhe abgelaufen, vom Welpen bis zum erwachsenen Hund.
Wir liefen dann alle zusammen los, die Hunde, die Menschen eng zusammen, Hunde unangeleint. Jeder musste den Kontakt zu seinem Hund/e halten, kein rauslaufen etc. Alles über ja/nein zu regeln. Es macht immer wieder großen Spass.

#19 RE: Kommunizieren statt dressieren von J4N3M3 30.06.2013 09:19

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Es war wirklich sehr interessant. Molly verdient sich momentan ihr ganzes Futter draußen beim trainieren. Und ich habe selbst soviel gelernt, so simple Sachen mit denen ich wirklich arbeiten kann.

#20 RE: Kommunizieren statt dressieren von Lotte Lassdas 21.08.2013 08:09

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Kann mir mal jemand näheres zu diesem Michael erzählen?
Bin ja immer offen für alles.
Ich bilde viel nach Balabanov und Lind aus, je nach Situation auch ein wenig Schwitzgebel. Ansonsten hab ich mir ein Puzzle aus vielen Meinungen, Tips, Ratschläge und jahrelanger Erfahrung zusammen gebastelt.

Nen Mali muss ich anders angehen wie nen Cavalier King, nicht alles passt schließlich zu jedem Hund und zu jedem Herrchen

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