#1 Spaziergang mit zwei Hunden von erdnuckel 01.12.2012 17:28

So, hier passt das besser.....

Also, wenn ich mal ganz ehrlich sein soll plane ich da weniger und gestalte fast gar nicht. Ich habe in der Regel morgens 90 Minuten und am Nachmittag 1 1/2 bis 2 Stunden Zeit zum spazieren gehen. Wir wohnen eher ländlich und haben viel Feld und weniger Wald vor der Tür.

Zum einen hängt meine Route vom Wetter ab, nach tagelangem Dauerregen kann man die Traktorwege nicht mehr laufen bzw. selbst der Offroadkinderwagen streikt. Dann von meiner Zeit und ob ich noch etwas erledigen will/ muss und dann von meiner Laune. Meine Hunde gehen dort spazieren wo ich entlang laufe. Das kann eher öde durch große Wiesen sein aber auch mal querfelddein oder durch den Wald. Ich laufe regelmäßig abends auch im Dunkeln und die Hunde sind das gewohnt, können auch im Dunkeln frei laufen und orietieren sich an mir.
Also die Runden die wir laufen sind von meiner Zeit und meiner Laune abhängig, wir laufe meist 90 Minuten.

Während der Spaziergänge laufen, hüpfen und graben die Hunde. Gespielt wird nur rudelintern wobei die beiden Hunde meiner Schwester klar zum Rudel gehören. Ich lasse sie auch zu fremden Hunden, aber die sind da gar nicht so scharf drauf. Wir sind eher faul was Training mit dem Hund angeht. Ich übe durchaus den Rückruf bzw den Doppelpfiff mit den beiden, sie setzen sich auch auf Entfernung hin wenn ich das will und brechen das Hetzen ab....aber wir trainieren nicht wie die Weltmeister.

Ich möchte die Zeit an der frischen Luft mit Kind und Hund genießen und nicht dauernd nach meinen Hunden rufen/ pfeifen müssen. Die Hunde lernen in den ersten Wochen in denen sie bei mir sind, dass es ihre Aufgabe ist, sich an mir und meiner Laufrichtung zu orientieren und sie lernen, dass ich Richtungswechsel nicht ankündige. Bisher hat noch jeder Hund innerhalb von wenigen Wochen verstanden, dass es besser ist darauf zu achten wo ich hinlaufe.

Ich muss ebenfalls gestehen, dass ich kein Freund von dauernden Wiederholungen beim Training bin und das ich den Hunden alle wichtigen Kommandos beibringe, aber eher "nebenbei" als das wir da gezielt trainieren würden.

Wie macht ihr das denn?

Nette Grüße Bille

#2 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Mel13 01.12.2012 17:47

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Das sich Pepe an mir orientiert haben wir auch hinbekommen. Wenn er vorläuft schaut er sich alle paar Meter nach mir um, wenn ich umkehre kommt er schnell hinterher. Wenn er mir mal zu weit vorläuft und ich evtl. keine "Rückrufgarantie" habe gehe ich zurück und verstecke mich hinter einem Baum, das wirkt auch immer.

An Strassen ist er immer angeleint, das ist mir noch zu unsicher, wenn er auf der anderen Straßenseite etwas entdecken würde, würde er garantiert blitzschnell rüberlaufen.

Ich habe auch schon auf einigen Spaziergängen auch mit mehreren Bodis erlebt, das auf einmal im Rudel fast alle losrennen und auch fremde Hunde "gejagt" werden. Da konnten die entsprechenden Hundehalter ihre Bodis wie verrückt rufen, keine Chance. Also da klappt der Rückruf annähernd 100 Prozent nicht. Pepe hielt sich da bislang raus, aber ich denke ein von ihm prompt ausgeführter Rückruf wäre dann auch schwierig. Sowas stelle ich mir halt mit mehreren Hunden im "eigenen" Rudel auch schwierig vor. Also einer prescht los und der Rest hinterher. Kommt das auch bei dir vor oder bist du absolut unangefochten der Rudelführer? Und wenn ja, wie hast du genau das hinbekommen? Bei dir hört sich das so einfach an

#3 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von tonimaroni 02.12.2012 14:29

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Also ich gehe bzw fahre morgens mit meinem Pepe, eine viertel Std. Fahrrad. Nachmittags gehen wir auch 1- 2 Std. , , wenn irgendetwas anliegt , fahre ich auch nochmal Fahrrad, aber mindestens dreiviertel Std.
Im Sommer drehen wir Abends nochmal 1Std. Runde , jetzt im Winter nicht. Pepe kommt damit zurecht, das er Abend nur noch zum pieseln in den Garten geht. Und wenn ich merke, er ist noch ein biserl unruhig, gibt es etwas Gehirntraining, aber eher selten.
Mit dem Training, mache ich es ähnlich, wie Bille. Beim spazieren gehen, werden zwischen durch ein paar Übungen gemacht ,wie das :bleib. Oder ich bleib stehen. Pepe schaut und wenn ich mach die Arme auseinander mache kommt er.
Eine Bekannte von uns, hat einen Aussi , als sie das erstemal bei uns waren ( ist schon 3Jahre her), sind wir eine Runde übern "Berg" bei uns. Der Hund war an der Schleppleine und wurde permanent gerufen, ständig....boah ich hab nur gedacht, kann die den nicht mal in Ruhe (schnüffeln) lassen, er hat doch prima reagiert. Er war da zwar ein halbes Jahr alt, aber trotzdem.....so habe ich es weder mit meiner Antonia noch mit Pepe gemacht, ich hab Antonia, wie ich auch Pepe jetzt, einfach laufen lassen, zwischen durch Training.....so ein ständiges zusichrufen, besser ist den Weg zu bestimmen,mal nix sagen, sodass der Hund auf mich achtet!!!

#4 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Gabi mit i 02.12.2012 21:46

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Unsere "Gassigänge" dauern morgens ca. eine Stunde, mittags (je nach Wetterlage und Lust zum Laufen, ob bei Hund oder Mensch ) bis zu drei Stunden, abends nochmals ca. eine Stunde und gegen 22.30 Uhr fünf Schritte vor's Haus zum pinkeln .

Mit Odie allein verfahre ich wie Bille: ich lasse ihn Hund sein, erlaube ihm das Stöbern, Buddeln, "Zeitung lesen" und ich merke, dass er es genießt! Sollte ich wieder ein Pflegi haben, muss ich mich zwangsläufig mehr um den Neuen kümmern. Odie kann ich ohne Leine laufen lassen (er läuft nicht mehr über die Straße!) und wenn es etwas zu erziehen gibt, wird das "auf dem Feld" geübt, da ist genügend Platz und man hat weitgehend seine Ruhe dafür.

Wenn der Pflegi schon ohne Leine laufen kann, übe ich nur noch die Aufmerksamkeit und den Rückruf und erfreue mich an seiner Lebenslust Bisher hat es immer prima geklappt, wenn Odie und der jeweilige Pflegling zusammen "gejagt" haben; sie haben nur Mäuselöcher aufgespürt und aufgebuddelt, so dass ich sie immer unter Aufsicht behalten konnte. Für Kaninchen, Rebhühner oder anderes Wild fehlte ihnen das Interesse (Odie und z.B. Mini), nur Mäuse und Ratten waren begehrt; und Eichhörnchen hätten sie gern, aber die sind immer so unfair und flitzen auf Bäume

#5 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Sunny 03.12.2012 07:57

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Also bei mir und Sunny läuft es eigentlich auch genau wie bei Euch !
Sunny hängt ja seh ran mir und ist immer überall dabei, immer ohne Leine !
Anfangs hatte ich sie auch an der Schleppleine, was mir aber nach vierzehn Tagen zu gefährlich wurde, vor allem im Stall bei den Pferden und ab da ging sie dann auch immer ohne !
Sie orientiert sich sehr an mir und bei gassi gehen darf sie auch laufen wie sie will ! Entfernt sie sich mal etwas weiter, merkt sie aber schnell das ich nich nach komm und wartet dann bis ich entweder wieder da bin , oder bis ich sag weiter !
Sunny is ja ein Langschläfer und vor neun tut sich bei uns gar nix ich brauch die Zeit früh bis ich in die Gänge komm und Sunny rührt sich auch nicht bis sie merkt ich mach mich fertig !
Danach gehen wir in den Stall die Pferde füttern und misten und dann gehen wir gassi meist sind wir dann so ungefähr bis 11.00 unterwegs , dann geht es nach hause und dann gehen wir wieder so um 15.30 raus , wieder das gleiche wie morgens , Hottis füttern und dann gassi gehen ! Drei Tage die Woche geh ich dann abends arbeiten und danach nochmal kurz zum pinkeln ! Ansonsten sidn wir im Sommer meist lang draußen, im Winter ist spätestens 19.00 Feierabend
sunny is ja in all dem sehr pflegeleicht

#6 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Bine 03.12.2012 15:13

Ich finds auch wichtig, dass der Hund Hund sein darf und nicht permanent kontrolliert, gerufen etc. wird. Ich glaub es gibt viele Leute, die die ganze Zeit mit dem Hund "arbeiten" wollen und die volle Aufmerksamkeit haben wollen. Ich finde das für den Hund ehrlich gesagt nicht grad super. Klar kann man auch mal trainieren...Aber permanent? Ein Spatziergang soll ja auch Spaß machen und Hund und Halter entspannen. Am meisten Spaß macht es den Hunden doch, wenn sie rennen, flitzen, buddeln, spielen und einfach "Zeitunglesen" dürfen. Und wenn sie dabei jederzeit abrufbar sind, ist ja alles super. Unsere Hunde gehen auch morgens und Nachmittags jeweils so 1,5 Stunden raus und abends nochmal ne 15min Pipi Runde. Im sommer kann das auch manchmal noch länger werden. Gespielt wird intern aber auch mit anderen Hunden. Aber eigentlich nur Duffy...der ist richtig heiß aufs spielen. Aber der ist ja auch erst ein Jahr alt. Und buddeln ist bei allen 3en ganz groß!!!

#7 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Corry 03.12.2012 17:06

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Hund sein dürfen ist schön, aber was heißt das?
Aus unserer Sicht bedeutet das- so wenig wie möglich eingeschränkt sein, nach Herzenslust tun und lassen was man möchte.
So sind Hunde aber nicht. Sie sind auf unsere Führung angewiesen und brauchen sie sogar um ohne großen Stress ihr Leben in unserer Zivilisation führen zu können. Folglich muss der Hund eine gewisse Frusttoleranz aufbauen, d.h. Er muss lernen, dass der Wald für ihn alleine Tabu ist, das er im Restaurant auf seiner Decke liegen bleibt, das er sich anderen Hunden und Menschen gegenüber respektvoll verhält usw. Damit das gelingt muss ich den Hund einschränken, es kommt eben auf das wie an! Ich kann nicht alles verbieten und keine alternativ Angebote machen. Wenn ich nicht will ,dass mein Hund jagt dann kann ich ihn an der Leine herumziehen, ihn mit Strom oder Spray traktieren. Oder ich lasse ihn arbeiten.
Wer das einmal gemacht hat, der weiß wie toll Hunde such- und apportier-Spiele finden. Meine beiden haben dann jegliches Interesse an Wild verloren. Auch uns Menschen macht diese Art der Beschäftigung mit dem Hund einen riesen Spass, zudem
wächst man als Team zusammen. Man muss ja nicht ständig arbeiten, wenn ich es aber mache sind meine Hunde deutlich zufriedener. Ich mache mit Edy seit gut 1/1/2 Jahren Fährtenarbeit , ca 2x die Woche , es macht einfach nur Freude zu sehen wie der Hund eine Spur arbeitet und wie stolz er dann seine Beute trägt. Auch ich bin immer wieder aufs Neue gefordert, damit keine Langeweile aufkommt, von wo kommt der Wind, wie ist die Bodenbeschaffenheit, was geschieht im Wald, was auf der Wiese, was auf Asphalt? Das macht wirklich Spass.
Sich mit Speedy an die Fährtenarbeit heranzutasten ist wieder eine Herausforderung, zu sehen wie schnell er lernt und mit welcher Begeisterung er sucht.
Ich kann nur sagen- wer seine Zeit mit dem Hund so verbringt hat noch mehr Spass und der Hund kann sein natürliches Verhalten ausleben.

#8 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Bine 03.12.2012 19:55

Zitat von Corry
Er muss lernen, dass der Wald für ihn alleine Tabu ist


warum muss er das? unsere Hunde dürfen auch alleine am Waldrand mal schnuppern oder gucken was dort passiert. Wo ist das Problem, wenn sie dabei abrufbar sind? Und die Beispiele mit Respekt vor Menschen etc. haben für mich sehr wenig mit der Gestaltung von Spatziergängen zu tun.
Hier hat keine gesagt, dass Hund sein heißt, dass sie nach Herzenslust alles tun können was sie wollen. Aber ein bisschen Freiheit gehört dazu, ich glaub das kann jawohl keiner abstreiten. Ich mein es kann jawohl nicht das Ziel sein für jedes natürliche Verhalten des Hundes eine alternative zu finden. Das wäre mir und den Hunden ehrlich gesagt zu anstrengend und zu unentspannt. Ich bin sicher die Hunde sind auch so glücklich und zufrieden. Die Sache ist ja auch die, man kann einen Hund auch anspruchsvoller machen als es von der Natur vorgegeben ist. Aber ich will keinen Hund haben, der mit keinem "normalen" Spatziergang nicht mehr zufireden ist und dadurch auch nicht ausgelastet, sorry.

#9 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von tonimaroni 03.12.2012 22:00

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Zitat von Corry
Hund sein dürfen ist schön, aber was heißt das?
Aus unserer Sicht bedeutet das- so wenig wie möglich eingeschränkt sein, nach Herzenslust tun und lassen was man möchte.
So sind Hunde aber nicht. Sie sind auf unsere Führung angewiesen und brauchen sie sogar um ohne großen Stress ihr Leben in unserer Zivilisation führen zu können.
.



Den Hund beim Spaziergang mal schnüffeln lassen und einfach mal für sich laufen lassen , heißt nicht, das sie keine Führung haben.
Pepe darf z.B. nicht ins Feld und im Wald soll er ebenso auf dem Weg bleiben. Es gibt klare Regeln.

Genauso,mache ich schonmal`"Suchspiele" , übe mit ihm die Passive Anzeige. Aber so, wie es passt. Es macht mir Spass und Pepe erst Recht. Und sicher ist, sowas bindet, jede "Zusammenarbeit" bindet.
Aber ich habe trotzdem nicht das Gefühl, er wäre unzufrieden, wenn wir kein "Gehirnjogging"auf solche Art mache,vllt weil er an Mäuselöchern schnüffeln darf. Vllt habe ich auch nur Glück, weil sich sein Jagdtrieb in Grenzen hält.

Antonia hatte mir am Wegesrand, in ihren jungen Jahren,einen jungen Feldhasen und Fasanjunges kaputt gebissen , ich hatte sie gepackt und mit ihr geschimpft.........sie hatte nie mehr Fasan und Hase kaputt gebissen oder ist hinter denen her..... nur Mäuse fangen das durfte sie

Wir kommen ,wie ich es handhabe, mit dieser Art gut zu Recht. Ich hoffe natürlich, das Pepe ebenso,wirklich gefestigt , versteht ,Hase& Fasan :NEIN, Mäuse: OKAY.
Meine Katze bringt auch Mäuse

Jeder hat andere Vorstellungen und Erwartungen, also gibt es auch verschiedene Ausführungen, aber wichtig ist für uns ALLE doch, das wohlergehen unserer Hunde und ein harmonisches Miteinander

#10 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Corry 03.12.2012 23:03

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Bitte bleibt mal alle entspannt.
Es muss niemand so machen wie ich. Meinen Hunden und mir macht das was wir machen aber sehr viel Freude.
Meine beiden sind arbeitslose Spezialisten, sie wurden zur Ratten- Mäuse und Hasenjagd gezüchtet. Da ich aber nicht möchte, dass sie diese Tiere jagen, sie tun das aber, muss ich ihnen ein neues Angebot machen.Das ist meine Pflicht gegenüber den Hunden. Meine ureigene Meinung.

#11 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von tonimaroni 04.12.2012 07:17

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Zitat von tonimaroni


Jeder hat andere Vorstellungen und Erwartungen, also gibt es auch verschiedene Ausführungen, aber wichtig ist für uns ALLE doch, das wohlergehen unserer Hunde und ein harmonisches Miteinander



Corry, beim schreiben kommt es vllt manchmal anders rüber.( nicht zu den Obigen Satz gemeint, der galt schon im anderen Bericht zur Beschwichtigung )

Sollte nicht so sein. das Du Dich angegriffen fühlen solltest , so wie Du Deine Hunde führst.

#12 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von erdnuckel 04.12.2012 07:46

Guten Morgen allerseits,

ich möchte mal zwei Geschichten erzählen...vielleicht entspannt das die Gemüter etwas

Henry
Henry kam mit knappen acht Wochen zu uns, das ist 13 Jahre her. Er war etwa so groß wie ein Meerschwein hatte aber bereits in diesem Alter seinen Terrier-Bollerkopp. Die ersten vier Monate lief alles bestens, dann aber holte er tief Luft und lehrte mich, was es heißt ein waschechter Terrier zu sein. Mit unglaublichem Ehrgeiz ging er von einem Tag auf den anderen Spuren in Wald und Feld nach, pöpelte andere Hunde an und wollte den Ball nicht mehr hergeben. Damals war es absolut nicht in Mode einen Jagdhund in Privathand zu haben, es gab vereinzelt Agilityangebote oder den klassischen Hundeplatz...das wars. Antijagdtraining? Fehlanzeige! Nach ungelogen 10 Tagen an der Schleppleine hatten Henry und ich die Nase voll - es musste eine andere Lösung bei. Also habe ich all meinen Mut zusammen genommen und habe mich an die örtlichen Jäger gewandt....inklusive Ablehnung, Gelächter, Belustigung über eine alleinerziehende Mutter mit einem leicht durchgeknallten Terrier auf Seiten der Jäger und viel Hilflosigkeit auf meiner Seite endete mein Versuch von dieser Seite Hilfe zu bekommen damit, dass man mit erlaubte, nach endlosem Generve meinerseits an den Führerlehrgängen teilzunehmen. Man nahm weder Henry noch mich für voll, wir dienten mehr der Belustigung der anwesenden Jungjäger als das man uns ernst nahm.
Henry und ich lernten von der Pike auf alles was Jagdgebrauchshunde können müssen, wir mussten aber noch mehr lernen.....Henry wurde ausgeglichener und zufriedener, er wurde für mich kontrollierbarer und wir wuchsen enger zusammen. Das wr schon mal gut, aber irgendwie noch nicht mein Ziel.
Also suchte ich weiter und fand damals bei animal learn Hilfe, heute sehe ich die auch etwas kritischer, aber damals war das die einzige Alternative. Kurzum Henry und ich lernten nicht nur die praktische Arbeit, wir lernten vor allem die Körperpsprache und das Rudelverhalten der Hunde. Mal von meinem Job angesehen, waren das die lehrrreichsten Jahre überhaupt für mich.
Henry und ich sind vier jahre aktiv zur Jagd gegangen..dann war Ende. Henry war zu krank und ich wollte die Arbeit und das Zusammenleben mit meinem Hund anders haben.
Was ich damit sagen möchte, bei mental (!!!) gut geführten Hunden, die eine gute und vor allem fundierte (pedantisch aufgebaute) Erziehung (nicht Ausbildung) genossen haben und dann immer noch starkes Interesse an Wild haben macht es absoluten Sinn, ihnen jagdliche Alternativen zu bieten. Da bin ich ganz bei Corry. Einem solchen Hund bringt man die Jagd am besten gezielt bei damit man sein Jagdverhalten kontrollieren kann.

Luna
Luna kam als psyschisches Wrack...in sich gekehrt, eingeforen, misstrauisch und scheu, körperlich lädiert. Sie meidete Kontakt zu Menschen...aber sie liebte vom ersten Tag an das Wild. Alleine die Idee hinter dem Busch könnte ja etwas sitzen machte sie für mich nicht kontrollierbar...zumal sie mich so sehr brauchte wie ich einen vereiterten Backenzahn - gar nicht. Ich war einer von vielen Menschen denen man besser aus dem Weg geht und sich am besten nur auf sich selbst verlässt.
Klassisches Arbeiten mit Luna, ähnlich wie mit Henry war und ist undenkbar. Sie mauert, verweigert und zieht sich in sich zurück....was also tun?! Einen scheuen Hund, der jeglichen Kontakt meidet jagdlich unter Kontrolle zu bringen war eine echte Herausforderung. Dauerhaft an der Schleppleine ist gar keine Lösung gewesen, also habe ich zuerst einmal nur rein körperpsrachlich mit ihr gearbeitet. Einzig ihren Namen und mal ein deutliches "Hey!" als Tadel sprach ich zu ihr...mehr nicht, denn selbst Lob misstraute sie. Luna lernte zum Beispiel mit Hilfe einer Hausleine dass es absolut normal ist dass ich sie jederzeit berühre, an die leine nehme oder mal in die wanne stelle. Sie lernte zum Beispiel mit Hilfe vieler Richtungswechsel im Feld/ Wald dass sie besser in meiner Nähe bleibt wenn sie nicht wieder alleine sein will. Und der Drang den Anschluss zum Rudel nicht zu verlieren hatte sie. Je mehr ich meine Führungsposition stärkte umso eher war sie bereit mir zu folgen...sowohl im Feld wenn sie ohne Leine lief als auch im Haus wenn ich sie an die Leine nehmen wollte. Sie mekrte, dass ich das Rudel anführe und alle wichtigen Entscheidungen treffe...das imponietre ihr.
Heute, 3 Monate nach ihrem Einzug bei uns haben wir den ersten Rückruf gezielt geübt, nach vier Monaten fingen wir an das Down zu üben....davor kommunizierten wir nur über die Körpersprache.

Wer Freude und Spaß an der Beschäftigung mit seinem Hund hat soll das tun, es schadet nix, im Gegenteil. Die Arten Spaziergänge zu gestalten sind unterschiedlich...wichtig finde ich nur, dass sie zum Hund und Mensch passen.....Menschen die aus Bequemlichkeit heraus gar nichts tun oder sich mit halbherzigem Gehorsam zufrieden geben kann ich nicht verstehen. Hunde müssen nicht wie Zinnsoldaten gehorche, aber egal in welcher Situation ich nach meinem Hund pfeife, er soll kommen!

Nette Grüße Bille

#13 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von Sunny 04.12.2012 14:15

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.Menschen die aus Bequemlichkeit heraus gar nichts tun oder sich mit halbherzigem Gehorsam zufrieden geben kann ich nicht verstehen. Hunde müssen nicht wie Zinnsoldaten gehorche, aber egal in welcher Situation ich nach meinem Hund pfeife, er soll kommen!

Genau so seh ich das auch

#14 RE: Spaziergang mit zwei Hunden von tonimaroni 04.12.2012 20:38

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Bille , habe sehr Interessiert gelesen
und da zeigt sich auch , dass die meisten JR wohl unterfordert , wenn sie so kiebig sind.
Ich selber habe Glück, einen nicht so triebigen Terrier zu haben , deshalb brauchte bisher nicht nach einer Alternative zu suchen. Natürlich halte ich es für sinnvoll, den Hund anderweitig zu beschäftigen, wenn er so einen ausgeprägten Trieb hat.


Auf meine Körpersprache reagiert Pepe auch höchst sensibel. Macht ja jeder Hund , nur bei ihm fällt mir das noch stärker auf. Er ist unsicher , aber kess und sehr neugierig.Jeder Hund ist anders und ich lerne Momentan sehr, sehr viel dazu, weil Antonia ganz anders war, halt souverän eine " Mitläuferin"
Leider wissen viele Menschen nicht, mit der Körpersprache umzugehen weder mit der eigenen oder ihres Hundes oder wissen sie es überhaupt , das es sowas gibt?!
Stocksteif lief mal eine Hündin , an der Schleppe schön lang,auf Pepe zu,ich hatte ihn an der Leine! Pepe reagierte ., ich auch....die Frau nicht......ich schob die Hündin mit meinem Bein zur Seite , nahm gleichzeitig die Leine....: ja, ja Typisch Terrier! Der Blöde Kommentar von der Frau....grrr

Unsere Terrier sind Klasse !

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